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Bunte Bentheimer Schweine

Bentheimer

Beschreibung: Mittelgroß, unregelmäßige schwarze Flecken auf weißem oder hellgrauem Untergrund ("getigert"), langgestreckt, rahmig mit kurzem Becken, Schlappohren, robust, gute Gesundheit, frühreif, streßresistent - dadurch Extensivhaltung möglich.

Geschichte: Diese Rasse entstand aus der Verbindung von alten europäischen Landschweinerassen und Angler-Sattelschweinen. In der Nachkriegszeit ist sie fast gänzlich ausgestorben. Nur ein Zuchtstamm blieb erhalten.

Verbreitung: Kreis Grafschaft Bentheim in Niedersachsen - inzwischen Erhaltungszucht durch die GEH sowie den eigenen Förderverein.


Düppeler Weideschweine

Dueppler

Beschreibung: Mittelgroß, hochbeinig (marschtüchtig), langschädelig, Stehohren, Karpfenrücken, flachrippig, farbverschieden (ganzfarbig, rotbraun, graubraun bis schwarzbraun und gelb bis weiß gefleckt), starke Borsten besonders auf dem Rücken (Kamm), sehr wildschweinähnlich. Außerdem spätreif, fruchtbar (10 Ferkel und mehr), fürsorglich bei der Ferkelaufzucht (mütterlich), mastfähig (Fettansatz), robust, besonders widerstandsfähig gegen Witterungsbedingungen (Hüttenhaltung), stressresistent. Das Zusammenleben findet in Großfamilie als Rotte statt.

Geschichte: Der Typus des Deutschen Weideschweines ist Mitte der 60er Jahre ausgestorben. Im Rahmen einer möglichst zeitgenössischen Ausgestaltung des Museumsdorfes Düppel bei Berlin wurde im Jahre 1981 von dem Genetiker Prof. Dr. W. Plarre ein Rückzüchtungsprogramm für das mittelalterliche Weideschwein ins Leben gerufen. Seit Anfang der 90er Jahre existiert eine weitgehend homogene Gründerpopulation. Sie setzt sich aus etwa 40 % Wollschwein-, 33 % Wildschwein-, 19 % Rotbuntes- und 8 % Veredeltes Landschwein-Anteilen zusammen.


Schwäbisch-Hällische Landschweine

Schwaebisch-Haellische

Beschreibung: Hochbeinig, mit langem, schmalen Kopf, Schlappohren, weißes Band über dem Rumpf, Hals und Kopf, Hinterseite der Oberschenkel schwarz, Schwanz schwarz mit weißer Spitze, grauer "Säumungsstreifen" am übergang von schwarz und weiß durch weiße Borsten auf pigmentierter Haut, widerstandsfähig, außergewöhnlich fruchtbar mit bis zu 12 Ferkeln pro Wurf.

Geschichte: König Wilhelm I. von Württemberg importierte 1821 chinesische Maskenschweine. Er ließ sie mit den einheimischen Landrassen kreuzen, um einen höheren Fettanteil zu erlangen. Im 19. Jahrhundert folgten Kreuzungen mit verschiedenen englischen Rassen (meist Berkshire). Die aus dieser Verpaarung entstandenen Hybriden wurden wieder mit der ursprünglichen Landrasse zurückgekreuzt. Das heutige Schwäbisch-Hällische Landschwein entstand dann aus der Einkreuzung von englischen und Angler-Sattelschweinen. Durch die steigende Nachfrage nach einem geringen Fettanteil im Fleisch wurden immer weniger Tiere gezüchtet. In den 70er Jahren war diese Rasse fast ausgestorben und nur eine kleine Anzahl konnte als Genreserve erhalten werden und wurden ins Hybridisierungsprogramm aufgenommen.

Verbreitung: Bis zu den 70er Jahren waren die Schwäbisch-Hällischen Landschweine vorwiegend in Schwäbisch-Hall, Crailsheim, Bad Mergentheim, Künzelsau, Öhringen und angrenzende Gebiete verbreitet. Heute findet man sie in vereinzelten süddeutschen Ländern.