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Mit dem Projekt "Basdorfer Hutewald" möchten wir eine weitere Besucher- attraktion für die Region
Kellerwald-Edersee schaffen. Unser Ziel ist es, das Netz der lokalen touristischen Anlaufpunkte (Maislabyrinth,
Urwaldsteig, Europahain, Sommerrodelbahn etc.)
um ein weiteres Ziel zu bereichern. Mit dem Projekt wollen wir Besuchern und der lokalen Bevölkerung einen Eindruck vermitteln über:
- eine Jahrhunderte lang praktizierte Waldnutzungsform sowie
- seltene - regional längst ausgestorbene - Haustierrassen.
Bis in die Zeit vor dem Zweiten Weltkrieg wurden Hausschweine in die Gemeinde- oder Gemeinschaftswaldungen der Region zur herbstlichen Mast eingetrieben, in den meisten
Dörfern gab es einen Schweinehirten, auf dessen Zeichen hin die Bauern morgens die „Sau raus ließen“, um sie zur Weide führen zu lassen. Das Weiden von Schweinen in freier Natur
war fester Bestandteil des Dorflebens und der Ortskultur. Das Wissen hierüber ist allgemein in Vergessenheit geraten. Die Wiederbelebung einer solch alten Tradition könnte
nun nicht nur dazu beitragen, das eigene regionale Profil zu schärfen, sondern durch den besonderen Erlebniswert des Projekts und dessen Einzigartigkeit in Hessen auch zu
einer Attraktion für Besucher werden.
- Die Freude an der Beobachtung der Tiere,
- besondere Events, wie Schweine- Eintrieb, Schweine- Austrieb,
- kulinarische Veranstaltungen rund um das Eichelmastschwein „Basdorfer Schweinereien“,
- die landschaftlich reizvolle Lage am Eingang des idyllischen Altbachtals sowie
- die Kombinierbarkeit mit den nahe gelegenen anderen Besucherangeboten
können dazu beitragen, dass der Basdorfer Hutewald eine feste Größe unter den touristischen Anlaufpunkten der Region wird. Auch das Forstamt Vöhl wird den Hutewald
im Rahmen seines Konzeptes zur Öffentlichkeitsarbeit nutzen.
Projektbeschreibung
HESSEN- FORST, Forstamt Vöhl stellt ca. 500 m südwestlich der Ortslage Basdorf einen 7 ha großen 150jährigen
Eichenbestand mit Buchen und Hainbuchen für eine Beweidung zur Verfügung. Nach Absprache mit dem zuständigen Amt für Lebensmittelüberwachung und Veterinärwesen ist die zu
beweidende Fläche dauerhaft sowohl gegen das Eindringen von Schwarzwild als auch gegen das Ausbrechen der Weideschweine zu sichern (Tierseuchenprophylaxe). Dies erfolgt
durch die Anlage eines landschaftsangepassten Holzzaunes mit zusätzlicher innerer Sicherung durch ein leistungsstarkes Weidezaungerät. Mit Blick auf einen optimalen Ertrag
an Eicheln und Bucheckern wird der Waldbestand derart durchforstet, dass die vitalsten Eichen und Buchen zur Kronenerweiterung angeregt werden. Nicht Mast tragende Baumarten
werden herausgezogen.
Von der Brunnenstraße wird entlang eines Feldraines ein Fußpfad aus Holzhackschnitzeln oder Häckselgut angelegt. Hinweistafeln an der B 252 in Herzhausen, in der Ortsmitte
von Vöhl, am Maislabyrinth Basdorf, an der Ortsabfahrt Basdorf der L 3086 sowie an der gemeinsamen Maschinenhalle in der Brunnenstraße sollen Besucher der Ederseeregion auf
das Projekt aufmerksam machen. Zusätzlich werden auf größeren Informationstafeln die Zielsetzungen des Projekts erläutert. Darüber hinaus sind Faltblätter, ein eigener
Internetauftritt, die Einbindung in regionale Tourismuskonzepte (Edersee- Touristik, Touristik Waldeck- Frankenberg) und eine umfassende Broschüre vorgesehen.
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