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Die Idee

Mit dem Projekt "Basdorfer Hutewald" möchten wir eine weitere Besucher-Attraktion für die Region Kellerwald-Edersee schaffen. Unser Ziel ist es, das Netz der lokalen touristischen Anlaufpunkte (Maislabyrinth, Urwaldsteig, Europahain, Sommerrodelbahn etc.) um ein weiteres Ziel zu bereichern. Mit dem Projekt wollen wir Besuchern und der lokalen Bevölkerung einen Eindruck vermitteln über:
  • eine Jahrhunderte lang praktizierte Waldnutzungsform sowie
  • seltene - regional längst ausgestorbene - Haustierrassen.
Der Basdorfer Hutewald ist ein Kooperationsprojekt des Vereins Basdorfer Hutewald e.V. und HessenForst.

Was ist ein Hutewald?

Ein Hutewald, auch Hudewald oder Hutung genannt, ist ein als Weide genutzter Wald.

Die Nutzung eines Waldes als Waldweide (Hute/ Hude) fand überwiegend in Gebieten statt, wo es keine oder nur wenige offene Weideflächen - wie früher üblicherweise im westlichen Mitteleuropa - gab. Auch waren Rodungen oftmals zu aufwendig, um diese Flächen später nur als Weide zu nutzen. Hierdurch entstanden im Laufe der Zeit durch die Beweidung ein deutlich unterdrückter oder reduzierter Nachwuchs von Bäumen und Unterholz und dies unter Behalt einiger, schließlich sehr alter Nährbäume. Lichte bis fast offene, parkartige Wälder bis hin zu baumbestandenen Weiden entstanden, so dass sich allmählich ein fließender Übergang zur Hutweide ergab.

In trocken-wärmeren Vegetationszonen (Baum- oder Strauchsavanne (Feucht- bzw. Trockensavanne), mediterraner Buschwald), in denen sich die Bewaldung auch natürlich weniger dicht und auch hoch entwickelt, entstanden und entstehen zum Teil bis heute unter ähnlichen Bewirtschaftungsweisen den Hutewäldern ähnliche Weidewälder und Baumwiesen, wo die Bäume auch noch die Funktion von Schattenspendern übernehmen können.

In West- und Mitteleuropa nahm die Waldweide wie die anderen dort traditionellen Waldnutzungsformen mit der industriellen Revolution ab; sie wurde weitgehend von der modernen geregelten Forstwirtschaft verdrängt. Die wenigen in Mitteleuropa noch erhaltenen Hutewälder bzw. Hutewaldreste und -zeugen stehen heute meist unter Naturschutz.

Quelle: Wikipedia