Basdorfer Hutewald e.V.
Basdorf
 Die Idee

Mit dem Projekt "Basdorfer Hutewald" möchten wir eine weitere Besucher- attraktion für die Region Kellerwald-Edersee schaffen. Unser Ziel ist es, das Netz der lokalen touristischen Anlaufpunkte (Maislabyrinth, Urwaldsteig, Europahain, Sommerrodelbahn etc.) um ein weiteres Ziel zu bereichern. Mit dem Projekt wollen wir Besuchern und der lokalen Bevölkerung einen Eindruck vermitteln über:

  • eine Jahrhunderte lang praktizierte Waldnutzungsform sowie
  • seltene - regional längst ausgestorbene - Haustierrassen.

Bis in die Zeit vor dem Zweiten Weltkrieg wurden Hausschweine in die Gemeinde- oder Gemeinschaftswaldungen der Region zur herbstlichen Mast eingetrieben, in den meisten Dörfern gab es einen Schweinehirten, auf dessen Zeichen hin die Bauern morgens die „Sau raus ließen“, um sie zur Weide führen zu lassen. Das Weiden von Schweinen in freier Natur war fester Bestandteil des Dorflebens und der Ortskultur. Das Wissen hierüber ist allgemein in Vergessenheit geraten. Die Wiederbelebung einer solch alten Tradition könnte nun nicht nur dazu beitragen, das eigene regionale Profil zu schärfen, sondern durch den besonderen Erlebniswert des Projekts und dessen Einzigartigkeit in Hessen auch zu einer Attraktion für Besucher werden.

  1. Die Freude an der Beobachtung der Tiere,
  2. besondere Events, wie Schweine- Eintrieb, Schweine- Austrieb,
  3. kulinarische Veranstaltungen rund um das Eichelmastschwein „Basdorfer Schweinereien“,
  4. die landschaftlich reizvolle Lage am Eingang des idyllischen Altbachtals sowie
  5. die Kombinierbarkeit mit den nahe gelegenen anderen Besucherangeboten

können dazu beitragen, dass der Basdorfer Hutewald eine feste Größe unter den touristischen Anlaufpunkten der Region wird. Auch das Forstamt Vöhl wird den Hutewald im Rahmen seines Konzeptes zur Öffentlichkeitsarbeit nutzen.

Projektbeschreibung

HESSEN- FORST, Forstamt Vöhl stellt ca. 500 m südwestlich der Ortslage Basdorf einen 7 ha großen 150jährigen Eichenbestand mit Buchen und Hainbuchen für eine Beweidung zur Verfügung. Nach Absprache mit dem zuständigen Amt für Lebensmittelüberwachung und Veterinärwesen ist die zu beweidende Fläche dauerhaft sowohl gegen das Eindringen von Schwarzwild als auch gegen das Ausbrechen der Weideschweine zu sichern (Tierseuchenprophylaxe). Dies erfolgt durch die Anlage eines landschaftsangepassten Holzzaunes mit zusätzlicher innerer Sicherung durch ein leistungsstarkes Weidezaungerät. Mit Blick auf einen optimalen Ertrag an Eicheln und Bucheckern wird der Waldbestand derart durchforstet, dass die vitalsten Eichen und Buchen zur Kronenerweiterung angeregt werden. Nicht Mast tragende Baumarten werden herausgezogen.

Von der Brunnenstraße wird entlang eines Feldraines ein Fußpfad aus Holzhackschnitzeln oder Häckselgut angelegt. Hinweistafeln an der B 252 in Herzhausen, in der Ortsmitte von Vöhl, am Maislabyrinth Basdorf, an der Ortsabfahrt Basdorf der L 3086 sowie an der gemeinsamen Maschinenhalle in der Brunnenstraße sollen Besucher der Ederseeregion auf das Projekt aufmerksam machen. Zusätzlich werden auf größeren Informationstafeln die Zielsetzungen des Projekts erläutert. Darüber hinaus sind Faltblätter, ein eigener Internetauftritt, die Einbindung in regionale Tourismuskonzepte (Edersee- Touristik, Touristik Waldeck- Frankenberg) und eine umfassende Broschüre vorgesehen.

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